Erziehungsrat

Hintere Reihe (v.l.n.r.): Dieter Baur, Beatrice Haller-Lang, Regierungsrat Dr. Conradin Cramer, Silvia Rietschi Jenny, Beatrice Messerli, Ulrich Maier, Miriam Grab Vordere Reihe (v.l.n.r.): Michela Seggiani, Oskar Herzig, Susanne Signer, Roland Engeler-Ohnemus, Silva Keberle

Der Erziehungsrat ist das wichtigste Beratungs- und Entscheidungsgremium des Erziehungsdepartements. Er wirkt beim Entscheid über alle wesentlichen Fragen im Bereich des Erziehungs- und Unterrichtswesens mit. Präsidentin bzw. Präsident ist von Amtes wegen die Departementsvorsteherin bzw. der Departementsvorsteher; die weiteren acht Mitglieder wählt der Grosse Rat zu Beginn jeder Legislaturperiode für vier Jahre. Maximal die Hälfte der Mitglieder darf dem Lehrkörper der öffentlichen oder privaten Schulen angehören.

 Der Erziehungsrat setzt wichtige Leitplanken in pädagogischen Fragen, indem er etwa Lehrpläne oder Stundentafeln genehmigt, neue Lehrmittel für den Unterricht bewilligt oder dem Regierungsrat Antrag auf Erlass von Verordnungen stellt.

Wegleitung für die Arbeitsweise des Erziehungsrates, Beschluss inklusive Text

Die Kompetenzen des Erziehungsrats sind im Schulgesetz § 79 geregelt.

Sitzungsdaten 2017

Sitzungsdaten 2018
 

Mitglieder des Erziehungsrats

Dr. Conradin Cramer, Präsident
Roland Engeler-Ohnemus, SP
Beatrice Haller-Lang, FDP
Oskar Herzig, SVP
Susanne Signer, SP
Silva Keberle, LDP
Beatrice Messerli, GB
Silvia Rietschi Jenny, CVP
Michela Seggiani, SP
Miriam Grab (Geschäftsführerin ohne Stimmrecht)
Dieter Baur (Berater ohne Stimmrecht)
Ulrich Maier (Berater ohne Stimmrecht)
 

Beschlüsse des Erziehungsrats

2018

9. April 2018: Bewilligung von LeO2 in den Regelbetrieb am Gymnasium Leonhard
Der Erziehungsrat bewilligt dem Gymnasium Leonhard die Überführung des Schulprojekts LeO2 in den Regelbetrieb. Das Schulprojekt wurde 2013 mit einer vierjährigen Versuchsphase eingeführt.
LeO2 ist ein neues Zeitmodell, welches die Vertiefung in einzelne Themen und Fachbereiche sowie das begleitete, selbstorganisierte Lernen ins Zentrum stellt. Das Schuljahr wird in sechs Phasen zu ca. sechs Wochen unterteilt. Die Hälfte der Fächer wird dabei phasenweise mit doppelter Stundenzahl unterrichtet. Am Ende jeder Phase werden die Lernenden über die Inhalte geprüft. Mit Begleitung der jeweiligen Fachlehrperson arbeiten die Schülerinnen und Schüler zudem während sechs (Stufe 1) oder vier (Stufen 2-4) Lektionen pro Woche einzeln oder in Gruppen selbstständig entweder an fachgebundenen Aufträgen oder an ihren Hausaufgaben. Pro Schuljahr finden des Weiteren zwischen sechs und zwölf Vertiefungshalbtage für ausserschulisches Lernen oder Lernen in anderen Sozial- und Zeitformen statt.

5. Februar 2018: Lehrmittel Leseschlau
Der Erziehungsrat beschliesst den Status des Erstlese-Lehrmittels Leseschlau von „obligatorisch-provisorisch“ in „alternativ-obligatorisch“ auf der Lehrmittelliste der Primarschule ab Schuljahr 2018/19 zu ändern.

 

2017

27. November 2017: Einführung neuer Status „alternativ-obligatorisch“ auf Lehrmittellisten der Volksschulen
Der Erziehungsrat genehmigt den Status „alternativ-obligatorisch“ zur Kennzeichnung von Lehrmitteln auf den Listen der zugelassenen Lehrmittel für den Kindergarten, die Primarschulen und Sekundarschulen Basel-Stadt auf Schuljahr 2018/19. Mit „alternativ-obligatorisch“ sollen diejenigen Lehrmittel gekennzeichnet werden, aus denen die Lehrperson jeweils eines für den Unterricht auswählen muss.

Lehrmittel LINGUA Italienisch: Parla con me
Der Erziehungsrat genehmigt an der Sekundarschule für das Wahlpflichtfach LINGUA Italienisch als obligatorisches Lehrmittel Parla con me (Firenze: Alma Edizione) ab Schuljahr 2018/19.

Änderung der Status der Lehrmittel Federleicht, Wörterbrücke und Hauswärts auf Schuljahr 2018/19
Der Erziehungsrat beschliesst die Statusänderung der drei Lehrmittel Federleicht, Wörterbrücke und Hauswärts auf der Liste der zugelassenen Lehrmittel von „obligatorisch“ auf „fakultativ“ ab Schuljahr 2018/19.

22. Mai 2017: Schulferiendaten 2020/21-2023/24
Der Erziehungsrat hat die Schulferiendaten für die Schuljahre 2020/21 bis 2023/24 festgelegt. Die Daten der Schulferien wurden mit dem Kanton Basel-Landschaft koordiniert und sind in beiden Kantonen identisch. Die detaillierten Feriendaten sind abrufbar unter www.schulferien.bs.ch

16. Januar 2017: Anpassung Schulferiendaten 2017/18-2019/20
Der Grosse Rat hat im Dezember 2016 einen Ratschlag zur Änderung des Schulgesetzes verabschiedet, in welchem u.a. vorgeschlagen wurde, den § 71 des Schulgesetzes zur Dauer der Schulferien anzupassen. Neu erhalten die Schülerinnen und Schüler gesamthaft 14 Wochen Ferien pro Schuljahr. Der Erziehungsrat hat die im Mai 2014 beschlossenen und publizierten Feriendaten für die Schuljahre 2017/18 bis 2019/20 deshalb wie folgt angepasst:

  • Die Weihnachtsferien dauern neu jährlich zwei Wochen.
  •  In der Karwoche besteht wie bis anhin eine dreitägige Weiterbildungspflicht für Lehrpersonen (Dreitageblock), an welcher der Unterricht für die Schülerinnen und Schüler ausfällt. Neu wird der Dreitageblock in die Frühjahrsferien integriert. Die Frühjahrsferien verlängern sich um eine Ferienwoche auf neu zwei Wochen.

Im Kanton Basel-Landschaft wurden die Feriendaten ebenfalls angepasst.
Die aktuellen Daten der Schulferien finden Sie hier: www.schulferien.bs.ch

2016

21. März 2016: GBplus
Der Erziehungsrat hat das Projekt GBplus am Gymnasium Bäumlihof nach einer fünfjährigen Versuchsphase zur definitiven Weiterführung auf Schuljahr 2016/17 bewilligt. Das Gymnasium Bäumlihof führt bis zu zwei Drittel seiner Klassen (inkl. Sport- und IB-Klassen) nach diesem System.
Im GBplus lernen Schülerinnen und Schüler sowohl im traditionellen Schulunterricht als auch in individualisierten Lernphasen. Das Schuljahr ist in sechs Phasen von jeweils sechs bis sieben Wochen unterteilt. Am Ende jeder Phase folgt eine Prüfungswoche.

18. April 2016: Anpassung Wahlpflichtbereich Stundentafel Sekundarschule
Am 28. Februar 2016 wurde in Basel-Stadt die Initiative „für eine freie Wahl aller Wahlpflichtfächer in der Sekundarschule“ angenommen. Bisher war die Wahl für die Schülerinnen und Schüler des P-Zuges ab 2. Klasse an der Sekundarschule eingeschränkt: Eines der beiden Wahlpflichtfächer musste entweder MINT oder Lingua und das zweite Wahlpflichtfach aus dem musisch-gestalterischen Bereich gewählt werden. Der Erziehungsrat hat seinen Beschluss vom 27. Oktober 2014 mit der Einschränkung nun aufgrund der angenommenen Initiative angepasst. Alle Schülerinnen und Schüler der Leistungszüge A, E und P können in der 2. und 3. Sekundarschulklasse alle Wahlpflichtfächer uneingeschränkt wählen.