Zeitplan der Einführung

Vom August bis November 2013 waren alle Projektkantone aufgerufen, zur Anhörungsfassung des Lehrplans 21 Stellung zu nehmen. Der Kanton Basel-Stadt hat – wie die anderen Kantone auch – seine Stellungnahme in Form eines ausgefüllten Fragebogens bei der Projektleitung eingereicht.

Auftrag zur Überarbeitung

Die Auswertung der Rückmeldungen hat ergeben, dass die Kompetenzorientierung und der Aufbau des Lehrplan-Entwurfs auf breite Unterstützung stossen. Kritisiert wurde in der Konsultation vor allem der Umfang des Entwurfs, der Detaillierungsgrad der Kompetenzen und zum Teil die Höhe der Anforderungen.

Die Erziehungsdirektoren haben deshalb der Projektleitung den Auftrag erteilt, bis Ende 2014 den vorliegenden Entwurf um 20 Prozent zu kürzen. In einigen Fachbereichen soll dazu der Aufbau der Kompetenzen in grösseren Schritten beschrieben werden. In einigen Bereichen wird zudem das Niveau der Anforderungen gesenkt. Schliesslich wird der Begriff «Mindestanspruch» durch den Begriff «Grundanspruch» ersetzt. Der Grundanspruch hält fest, über welche Kompetenzen die Schülerinnen und Schüler in der Regel verfügen müssen.

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Kantonale Einführung ab Schuljahr 2015/16

Der Zeitplan der Erziehungsdirektorenkonferenz sieht vor, die überarbeitete Fassung den Kantonen bis Ende 2014 zur Einführung zu übergeben. Sobald dies geschehen ist, wird im Kanton Basel-Stadt der Erziehungsrat über die Einführung entscheiden. Wegen der neuen Schulstruktur (Start der neuen Sekundarschule) und der eng daran geknüpften Personal- und Schulraumplanung ist vorgesehen, dass der Lehrplan 21 in Basel-Stadt auf August 2015 in Kraft treten kann.

Der Lehrplan ersetzt die bisherigen Lehrpläne des Kindergartens, der Primarschule und der Orientierungsschule sowie deren Stundentafeln. Für Schülerinnen und Schüler der 1. Klasse der neuen Sekundarschule und für fast alle Kinder der Primarstufe gilt ab dann der neue Lehrplan 21.

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Übergangsregelungen

Nur für die neuen 6. Primarschulklassen, die in der 5. Klasse im Schuljahr 2014/2015 mit dem Übergangslehrplan gestartet sind, gilt im Schuljahr 2015/2016 noch der Übergangslehrplan. Weil die WBS in den Schuljahren 2015/2016 und 2016/2017 nach altem Lehrplan ausläuft, werden die Schülerinnen und Schüler der 2. Klasse der Sekundarschule erst ab dem Schuljahr 2016/2017 nach neuem Lehrplan unterrichtet, jene der 3. Klasse ab dem Schuljahr 2017/2018.

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Sechsjährige Einführungsphase

Die rechtliche Wirksamkeit des Lehrplans und der Stundentafel bildet den Startpunkt zur pädagogischen Einführung. Die Einführung des Lehrplans 21 erfolgt vom Schuljahr 2015/2016 bis ins Schuljahr 2021/2022. Das heisst: Ab August 2015 haben die Schulen sechs Jahre Zeit, um den Lehrplan 21 in den Unterricht umzusetzen. Bei der Umsetzung des Lehrplans 21 und der Stundentafel werden die Schulen von der Volksschulleitung und den Weiterbildungsinstitutionen unterstützt.